In StartingSix erlebt der Jugendliche zum ersten Mal bewusst, dass eigenes Können aus eigener Arbeit entsteht — und dass dieser Fortschritt an ihm selbst liegt. Aus dieser Erfahrung wächst Selbstwirksamkeit: der innere Motor, der später Talent, Tagesform und fremdes Lob überdauert. Zugleich entwickelt sich ein Anspruch an die Qualität des eigenen Tuns — es geht nicht mehr darum, etwas irgendwie zu können, sondern richtig. Diese Stufe fällt für viele in die Zeit um den puberalen Wachstumsschub und ist damit körperlich wie persönlich fordernd. Die zentrale Aufgabe ist es, diesen Qualitätsanspruch zu wecken, ohne die Freude zu erdrücken und ohne dass aus dem Streben nach Qualität die Angst vor dem Fehler wird. Wie das über die fünf Schienen konkret aussieht:
Build — Jetzt beginnt der systematische Kraftaufbau: Die fünf Grundbewegungsmuster werden konsequent mit der Langhantel trainiert, ergänzt um Explosivkraft, eine hochwertige Sprungschule und die gezielte Vorbereitung der Schulter auf die spätere Schlagbewegung. Vor dem Wachstumsschub liegt der Schwerpunkt auf Kraftausdauer und Technik, danach zunehmend auf Maximalkraft — stets an Wachstumsstand und Technik angepasst.
Starting6 — Sechs benannte Elemente bilden den Kern der Technikausbildung: Schlagbewegung, Highball-Set, Anlaufrhythmus, Bagger, Block und Athletik. Hier geschieht der zentrale Schritt hin zur Sportartspezifik — die universellen Grundlagen werden in stabiler, variabler und maximal sauberer Ausführung zu echten Volleyballtechniken geformt.
Play the rally — Aus dem Wahrnehmen wird das Entscheiden: Nachdem der Jugendliche in FirstServe gelernt hat, worauf er achtet, lernt er jetzt, wonach er entscheidet. Spielprinzipien wie „die Situation verbessern", „das Risiko dosieren" und „vor dem Ball kommunizieren" leiten sein Handeln. Die Individualtaktik wird im Kontext des ganzen Ballwechsels gedacht — jede Entscheidung daran gemessen, was sie dem nächsten Kontakt ermöglicht.
I can — Der Jugendliche erlebt, dass seine Arbeit zu seinem Können führt, und entwickelt daraus Selbstwirksamkeit und einen Qualitätsanspruch an die eigene Ausführung. Entscheidend ist die Balance: Der Anspruch soll wachsen, ohne in Perfektionismus und Fehlerangst zu kippen. Denn klar muss sein: Fehler bleiben Information und Hilfe, nicht Versagen.
My why — Aus dem Mitmachen wird ein Verstehen. Der Jugendliche begreift, warum Schlaf, Ernährung und Erholung ihm helfen, und dass er selbst Einfluss darauf hat. Die Zusammenhänge werden erlebbar gemacht, nicht doziert — verstehen ja, optimieren noch nicht.
5 der Elemente beschreiben die Grundstruktur aller Spielhandlungen und bilden dann die Basis für die weitere Entwicklung und Spezialisierung.
Anlaufrhythmus: aus Sprungkompetenz werden gezielte volleyballspezifische Sprünge. Der klassische Anlaufrhythmus ist die Grundlage und wird später um Varianten erweitert.
Schlagbewegung: das Königselement ist die Basis für die offensiven Elemente Aufschlag und Angriff.
Bagger: Hier geht es um eine Auformung all der Handlungen, in denen ein sehr schnell anfliegender Ball mit dem Bagger umgeleitet wird. Vorwiegend in der Annahme, aber auch in der Abwehr.
Highball-Set: Der Überganz zwischen der defensiven und offensiven Handlung innerhalb einer Rallye ist das Zuspiel. Oft ist nur ein Highball_Set möglich, auch unter höchstem Zeitdruck und schwierigen Bedingungen.
Block: Bevor es zu Gruppenblocks kommt, ist das individuelle Timing (Ort und Zeit) besonders wichtig und damit einhergehend die stabile Ausführung.
Mehr zu den 5 Elemente findet Ihr oben im zentralen Reiter "StartingSix"
Das 6. Element (Athletik) findet ihr unter dem Reiter "Athletik" auf der linken Seite.