In ReadyToPlay beginnt die Zeit der Spezialisierung: Der Spieler findet seine Disziplin — Halle, Beach oder bewusst beides — und differenziert seine Spielposition aus. Zugleich verlagert sich die Steuerung nach innen: Aus dem Trainiertwerden wird ein Sich-selbst-Coachen, mit eigenem Profil, eigenen Zielen und wachsender Wettkampfhärte. Wer eine erfolgreiche Karriere anstrebt, beginnt jetzt, sein Profil konsequent zu einem runden, kompletten Paket zu entwickeln — während zugleich der wachsende Körper das Können vorübergehend erschüttert und das soziale Umfeld neu über die Zugehörigkeit zum Sport mitentscheidet. Die zentrale Aufgabe ist es deshalb, dem Spieler Schritt für Schritt die Steuerung zu übergeben, seinen Selbstwert vom momentanen Können zu lösen und den Sport als Ort zu erhalten, an dem er sein Profil und sich selbst entwickeln kann. Wie das über die fünf Schienen konkret aussieht:
Integrate — Die fünf Grundbewegungsmuster gelten als beherrscht und werden zu komplexen Ganzkörperübungen zusammengeführt. Der Fokus liegt auf systematischem Kraftaufbau über Hypertrophie, Maximalkraft und Schnellkraft — ergänzt durch intensivere Konditionierung. Mit der beginnenden Spezialisierung richten sich Gewichtung, Übungsauswahl und Belastungssteuerung zunehmend nach den individuellen Voraussetzungen und dem positions- bzw. disziplinspezifischen Profil.
Special7 — Die Technikausbildung wird positionsspezifisch: Ausgeformt werden die Anforderungen der sieben Positionen — fünf im Volleyball, zwei im Beach-Volleyball. Erstmals arbeitet nicht mehr jeder an allem, sondern zielgerichtet an seinem Profil. In Bezug auf die Technik ist genau das die Spezialisierung, die diese Stufe prägt.
Play your role — Aus dem Spieler, der jede Situation neu löst, wird ein Spieler mit einer Rolle: Er versteht seine Aufgaben und Zuständigkeiten, klärt die Schnittstellen zu den Mitspielern und denkt im System — in der Halle über Rotation und Mannschaftstaktik, im Beach über Codes und Calls. Entscheidend bleibt, was er kann, wenn der Plan nicht aufgeht: Das System dient dem Spiel, nicht umgekehrt.
I am — Die zentrale Frage lautet: Wer bin ich als Spieler? Welche Disziplin und welche Position passen zu mir? Der Jugendliche entwickelt ein eigenes Spielerprofil, lernt sich selbst zu steuern und verankert den Sport als Teil seiner Identität - auch gegen soziale Widerstände und durch den Wachstumsknick hindurch, in dem der Körper die Technik vorübergehend sabotiert.
My system — Aus verstandenen Zusammenhängen wird aktive Gestaltung. Der Jugendliche organisiert sein Leben um den Sport herum: Schlaf, Ernährung und Regeneration bewusst geplant, die Doppelbelastung von Schule und Sport gemanagt, Unterstützung selbst organisiert. Er steuert sein Umfeld zunehmend selbst, statt es einrichten zu lassen.